Beste Gaming Laptops für Anno 117: Pax Romana

Anno 117: Pax Romana ist seit November 2025 draußen – und frisst Hardware wie kein Anno zuvor. Riesige römische Metropolen, Raytracing auf Wasserflächen und eine Wirtschaftssimulation, die nach 30 Spielstunden jeden Prozessor in die Knie zwingt: Wer das Spiel auf einem Laptop erleben will, braucht die richtige Kombination aus CPU, GPU und vor allem genug RAM.

Wir haben Benchmarks von ComputerBase, Notebookcheck und PC Games Hardware ausgewertet, die Lategame-Anforderungen analysiert und daraus konkrete Laptop-Empfehlungen für jedes Budget abgeleitet – von 800 bis über 4.000 Euro.

Unsere Top-Empfehlungen im Überblick

LaptopKlasseGPURAMPreis
HP Victus 15BudgetRTX 4050/5050 (6 GB)16 GBca. 800 €
Gigabyte Gaming A16MittelklasseRTX 5060 (8 GB)16 GBca. 1.100 €
Lenovo Legion 5 Gen 10MittelklasseRTX 5060 (8 GB)16–32 GBca. 1.000–1.600 €
Asus ROG Strix 16High-EndRTX 5070 Ti (12 GB)32 GBca. 2.000 €
HP Omen Max 16EnthusiastRTX 5080 (16 GB)32 GBca. 3.199 €
XMG Neo 16 (E25)EnthusiastRTX 5090 (24 GB)32–64 GBab 4.199 €

Warum Anno 117 so hungrig nach Hardware ist

Bevor du einen Laptop kaufst, solltest du verstehen, warum Anno 117 so besonders anspruchsvoll ist. Spoiler: Es liegt nicht nur an der Grafik.

CPU-Limit im Lategame: Das eigentliche Problem

Im Frühspiel läuft Anno 117 selbst auf einer RTX 4050 mit über 80 FPS bei 1080p. Nach dutzenden Spielstunden ändert sich das drastisch. Die Engine berechnet Wegfindung für zehntausende Agenten, kalkuliert Produktionsketten und synchronisiert Handelsrouten über mehrere Inseln – alles gleichzeitig.

Ab einer gewissen Stadtgröße wartet die GPU nur noch auf die CPU. Die Grafikkarte fällt unter 75 % Auslastung, und die Framerate stagniert – egal welche Grafikeinstellungen du wählst. Selbst der Wechsel zwischen aggressivem DLSS-Upscaling und nativer Auflösung bringt dann nur noch rund 15 % mehr FPS.

Für einen Laptop bedeutet das: Du brauchst einen Prozessor mit hoher Single-Core-Leistung, großem L2/L3-Cache und vor allem ein Kühlsystem, das auch nach 30 Minuten Volllast nicht drosselt.

Warum 16 GB RAM nicht reichen

Ubisoft gibt 16 GB als Minimum und 32 GB ab 1440p an. Die Praxis zeigt: 16 GB reichen im Lategame nicht. Wenn riesige Metropolen, dutzende Textur-Sets und mehrere besiedelte Inseln gleichzeitig im Speicher liegen, beginnt das System auf die SSD auszulagern (Paging).

Selbst mit schneller NVMe-SSD ist das um Größenordnungen langsamer als direkter RAM-Zugriff. Das Ergebnis: Massive Ruckler beim Inselwechsel und Stuttering bei Kameraschwenks. 32 GB im Dual-Channel sind Pflicht – keine optionale Empfehlung.

Falls dein Wunsch-Laptop nur 16 GB ab Werk hat, prüfe vor dem Kauf, ob SO-DIMM-Slots zum Nachrüsten vorhanden sind. Verlöteter LPDDR-Speicher lässt sich nicht erweitern.

DirectX 12, Raytracing und DLSS 4: Was du wissen musst

Anno 117 läuft am besten unter DirectX 12. Die Vulkan-Option klingt verlockend, verursacht aber Kompatibilitätsprobleme – besonders auf Laptops. Fehlende Texturen, schwarze Flächen und Shader-Fehler sind keine Seltenheit. Bleib bei DX12.

Neu im Franchise ist Hardware-beschleunigtes Raytracing für Beleuchtung, Reflexionen und Schatten. Das sieht fantastisch aus, kostet aber enorm GPU-Leistung. Ohne Upscaling ist Raytracing in nativer Auflösung selbst auf einer RTX 5090 kaum spielbar.

DLSS 4 mit Frame Generation gleicht das aus. Der Sprung von nativer Auflösung auf DLSS „Quality“ oder „Balanced“ ist essenziell – und visuell kaum wahrnehmbar. Auch AMD FSR 3.1 und Intel XeSS 2 werden unterstützt.

Die besten Gaming-Laptops für Anno 117

Budget-Klasse (600–800 €): Einstieg in 1080p

In diesem Preissegment spielst du Anno 117 in 1080p auf „Low“ bis „Medium“ – ohne Raytracing, mit Upscaling. Das reicht für die Kampagne und kleinere Sandbox-Städte.

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HP Victus 15 (ca. 800 €): Das Referenzgerät im Budget-Bereich. Intel Core i5-13420H, RTX 4050 oder RTX 5050 mit 6 GB VRAM, 16 GB DDR5-RAM. Das 144-Hz-IPS-Display ist solide. Die 6 GB Videospeicher sind der größte Flaschenhals – Texturen musst du reduzieren, damit der VRAM nicht überläuft. Für den Einstieg okay, im Lategame wird es eng.

Lenovo LOQ 15 (ca. 750–850 €): Ähnliche Specs wie das Victus, aber mit besserer Bauqualität und leicht besserem Kühlsystem. Oft mit i5-13450HX und RTX 5050 verfügbar.

Ehrliche Einschätzung: Mit 6 GB VRAM und 16 GB RAM stößt du im Lategame an harte Grenzen. Für gelegentliches Spielen reicht es, für ambitionierte Endlos-Partien nicht.

Mittelklasse (800–1.200 €): Der Sweet Spot für 1080p High

Hier bekommst du die RTX 5060 mit 8 GB VRAM – der Sprung von 6 auf 8 GB macht sich bei den hochauflösenden Texturen der Tempel und Aquädukte spürbar bemerkbar.

Gigabyte Gaming A16 (3VH) (ca. 1.100 €): Hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis. AMD Ryzen 7 260 und RTX 5060 bilden ein starkes Duo. Der effiziente AMD-Prozessor produziert weniger Abwärme als Intel-Alternativen – ein Vorteil bei langen Anno-Sessions.

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Acer Nitro V 16 AI (ca. 1.000–1.100 €): Besonderheit ist das farbstarke 1200p-OLED-Display. Die römischen Mosaike und Marktplätze sehen auf dem OLED-Panel schlicht großartig aus. Unter der Haube arbeitet ebenfalls eine RTX 5060.

Lenovo Legion 5 Gen 10 (ca. 1.000–1.600 €): Das beste Kühlsystem in der Mittelklasse. Core i5-13450HX oder Core Ultra 7 mit RTX 5060. Das Chassis verhindert ein vorzeitiges Drosseln der CPU – genau das, was Anno im Lategame braucht.

Wichtig: Die meisten Mittelklasse-Laptops kommen mit 16 GB RAM. Rüste nach dem Kauf auf 32 GB auf – die Gehäuse bieten meist zugängliche SO-DIMM-Slots dafür.

High-End (1.200–2.500 €): Flüssiges 1440p mit Raytracing

Ab hier wird 1440p auf „Ultra“ mit Raytracing realistisch. Die Benchmarks zeigen: Die RTX 5070 Ti liefert bei WQHD durchschnittlich 98,2 FPS, die RTX 5080 kommt auf 110,7 FPS.

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Asus ROG Strix 16 (ca. 2.000 €): Ryzen 9, RTX 5070 Ti mit 12 GB VRAM, 32 GB RAM. Die 12 GB VRAM bieten deutlich mehr Reserven als die 8-GB-Karten der Mittelklasse – besonders relevant, wenn du Mods nutzen willst. Extrem attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis in der Klasse.

Asus ROG Zephyrus G14/G16 (ab ca. 2.200 €): Für alle, die trotz High-End-Leistung Portabilität wollen. Das G14 kombiniert ein OLED-Display mit AMD Ryzen AI 9 HX 370 und RTX 5080 in einem kompakten Aluminium-Gehäuse. Die Effizienz der AMD-Plattform verhindert extremes Thermal Throttling trotz des schlanken Chassis.

Enthusiast (2.500–4.500 €): 4K und kompromissloses Lategame

4K-Gaming in Anno 117 auf dem Laptop? Geht – aber nur mit absolutem Top-Equipment. Die RTX 5090 erreicht bei 4K durchschnittlich 109 FPS, die RTX 5080 immerhin 75,6 FPS. Alles darunter wird bei nativer 4K-Auflösung unspielbar.

HP Omen Max 16 (ca. 3.199 €): Core Ultra 9 275HX und RTX 5080 mit 16 GB VRAM. Das thermische Design bewältigt die Abwärme der HX-CPU hervorragend. Das stabilisiert vor allem die 1% Low FPS im Lategame – der Wert, der über flüssiges oder stotterndes Gameplay entscheidet.

XMG Neo 16 (E25) (ab 4.199 €): Das Kraftpaket. Voll konfigurierbar mit Core Ultra 9 275HX, RTX 5090 (24 GB GDDR7) und bis zu 64 GB DDR5-RAM. Dieses Gerät adressiert jeden einzelnen Lategame-Flaschenhals. Das optionale Mini-LED-Display liefert überragenden Kontrast – die glühenden Vulkane in Latium sehen darauf spektakulär aus.

Vergleichstabelle: Alle Laptops auf einen Blick

LaptopCPUGPU (VRAM)RAMDisplayPreis
HP Victus 15Intel Core i5-13420HRTX 4050/5050 (6 GB)16 GB15.6″ FHD 144 Hzca. 800 €
Lenovo LOQ 15Intel Core i5-13450HXRTX 5050 (6 GB)16 GB15.6″ FHD 144 Hzca. 750–850 €
Gigabyte Gaming A16AMD Ryzen 7 260RTX 5060 (8 GB)16 GB16.0″ FHD+ 165 Hzca. 1.100 €
Acer Nitro V 16 AIRTX 5060 (8 GB)16 GB16.0″ OLED 1200pca. 1.000–1.100 €
Lenovo Legion 5Core i5-13450HX / Ultra 7RTX 5060 (8 GB)16–32 GB15.6″ FHD 144 Hzca. 1.000–1.600 €
Asus ROG Strix 16AMD Ryzen 9RTX 5070 Ti (12 GB)32 GB16.0″ WUXGAca. 2.000 €
Asus ROG Zephyrus G14Ryzen AI 9 HX 370RTX 5080 (16 GB)32 GB14″ OLEDab 2.200 €
HP Omen Max 16Core Ultra 9 275HXRTX 5080 (16 GB)32 GB16.0″ QHD+ 240 Hzca. 3.199 €
XMG Neo 16 (E25)Core Ultra 9 275HXRTX 5090 (24 GB)32–64 GB16.0″ Mini-LEDab 4.199 €

Worauf du beim Kauf achten musst

GPU: Welche RTX-Karte für welche Auflösung?

Die Benchmarks sprechen eine klare Sprache:

AuflösungMinimum-GPUEmpfohlene GPU
1080p (Low–Medium)RTX 4050/5050RTX 5060
1080p (High–Ultra)RTX 5060RTX 5070 Ti
1440p (Ultra)RTX 5070 Ti (98,2 FPS)RTX 5080 (110,7 FPS)
4K (Ultra)RTX 5080 (75,6 FPS)RTX 5090 (109 FPS)

Die RTX 5060 liefert bei 1440p nur 51,3 FPS – gerade noch spielbar, aber ohne Puffer. Bei 4K bricht sie auf 38,3 FPS ein. Für 1440p aufwärts brauchst du mindestens eine RTX 5070 Ti. Die Intel Arc B580 ist mit 22,6 FPS bei 1440p unspielbar – Finger weg für diesen Titel.

CPU: AMD Ryzen AI 300 vs. Intel Core Ultra 200

Beide Plattformen liefern genug Leistung für Anno 117. Der Unterschied liegt im Temperaturverhalten:

Intel Core Ultra 9 275HX: Höchste Multi-Core-Spitzenleistung, brachiale Pathfinding-Performance. Nachteil: Hohe Leistungsaufnahme und Abwärme. In flachen Laptops neigt die CPU zu Thermal Throttling unter Dauerlast.

AMD Ryzen AI 9 HX 370/365: Etwas geringere Spitzenleistung, dafür deutlich effizienter. Bei nur 28–54 W TDP produziert der Chip weniger Hitze. Das Ergebnis: Dauerhaft hohe Taktraten ohne Überhitzung. Für lange Anno-Sessions oft die stabilere Wahl.

Kurzfassung: In großen, gut gekühlten Laptops nimm Intel. In kompakten Gehäusen nimm AMD.

RAM: 32 GB sind Pflicht

Das wurde oben bereits ausführlich erklärt: 16 GB reichen im Lategame nicht. Achte auf Dual-Channel-Konfiguration (2 × 16 GB) und prüfe vor dem Kauf, ob du nachrüsten kannst.

Kühlung: Warum Thermal Throttling dein Lategame ruiniert

Anno 117 belastet die CPU über Stunden hinweg. Ein Prozessor, der nach zehn Minuten drosselt, verwandelt große Savegames in eine Diashow. Achte auf Testberichte zur Kühlleistung. Laptops wie das Lenovo Legion 5 oder der XMG Neo 16 haben hier die besten Ergebnisse.

Zukunftssicherheit: DLCs, Mods und steigende Anforderungen

Year-1-Pass und die DLC-Roadmap 2026

Anno 117 wird über Jahre hinweg erweitert – und jeder DLC erhöht die Hardware-Anforderungen:

  • April 2026 – „Prophecies of Ash“: Die größte Landmasse, die je in einem Anno-Spiel modelliert wurde, inklusive aktivem Vulkan. Partikeleffekte und vulkanische Volumetrik belasten die Raytracing-Kerne massiv.
  • August 2026 – „The Hippodrome“: Gigantische Monumentalbauten nach dem Vorbild des Circus Maximus.
  • November 2026 – „Dawn of the Delta“: Eine von Ägypten inspirierte Provinz. Wenn Latium, Albion und das Nildelta gleichzeitig im Speicher liegen, werden 32 GB RAM endgültig zur Untergrenze.

Modding und VRAM-Bedarf

Anno 117 unterstützt ab Release offiziell Mods über mod.io. Die Community hat bereits visuelle Overhauls und Kamera-Mods veröffentlicht. Besonders der „Zoom Out Further“-Mod ist problematisch: Er hebelt das LOD-Culling aus und zwingt die GPU, deutlich mehr Objekte gleichzeitig zu rendern.

Wer extensiv modden will, sollte mindestens 12 GB VRAM einplanen – besser 16 GB. Das macht die RTX 5070 Ti (12 GB) zum Minimum und die RTX 5080 (16 GB) zur idealen Wahl für Modder.

FAQ

Kann ich Anno 117 mit 16 GB RAM spielen? Ja, aber nur im Frühspiel komfortabel. Im Lategame mit großen Städten und mehreren Inseln treten spürbare Ruckler und Ladezeiten auf. 32 GB sind dringend empfohlen.

Welche Auflösung ist realistisch auf einem Laptop? 1080p auf „High“ ab der Mittelklasse (RTX 5060). 1440p auf „Ultra“ ab der RTX 5070 Ti. 4K nur mit RTX 5080 oder RTX 5090.

Soll ich Vulkan oder DirectX 12 verwenden? DirectX 12. Die Vulkan-Implementierung verursacht auf Laptops Kompatibilitätsprobleme, fehlende Texturen und Shader-Fehler.

Lohnt sich Raytracing in Anno 117? Visuell ja – die Beleuchtung und Reflexionen sehen deutlich besser aus. Aber nur mit DLSS 4 oder FSR 3.1 aktiviert. Ohne Upscaling ist Raytracing kaum spielbar.

Reicht eine RTX 5060 für 1440p? Gerade noch. Sie liefert durchschnittlich 51,3 FPS, hat aber keinen Puffer für das Lategame. Für stabiles 1440p brauchst du eine RTX 5070 Ti oder besser.

Wie wichtig ist die CPU-Kühlung? Extrem wichtig. Anno 117 belastet die CPU stundenlang. Thermal Throttling zerstört die Lategame-Performance. Laptops mit starkem Kühlsystem (Lenovo Legion, XMG Neo) haben hier klare Vorteile.

Fazit

Anno 117: Pax Romana ist kein typisches GPU-lastiges Spiel. Es ist eine Simulation, die nach dutzenden Spielstunden jeden Prozessorkern und jedes Gigabyte RAM beansprucht. Die wichtigste Erkenntnis für den Laptop-Kauf: 32 GB RAM sind nicht optional, die CPU-Kühlung ist genauso wichtig wie die Grafikkarte, und die anvisierte Auflösung bestimmt das Budget.

Für 1080p auf „High“ ist die Mittelklasse mit RTX 5060 ab rund 1.100 Euro der Sweet Spot. Für 1440p auf „Ultra“ brauchst du mindestens eine RTX 5070 Ti ab etwa 2.000 Euro. Und wer 4K oder extensives Modding plant, kommt an der RTX 5080 oder RTX 5090 nicht vorbei.

Mit Blick auf die DLC-Roadmap und das wachsende Modding-Ökosystem lohnt es sich, etwas mehr zu investieren. Ein Anno-Titel lebt Jahre – und dein Laptop sollte das auch.


Quellen: