Beste Mini Beamer unter 100 Euro

Einen brauchbaren Beamer für unter 100 Euro kaufen – klingt nach Wunschdenken? Tatsächlich hat sich der Markt 2026 grundlegend verändert. Dank günstiger LCD-Panels aus der Smartphone-Produktion und leistungsstarker Chips aus Asien bekommst du heute native 1080p-Auflösung, WiFi 6 und Android-Betriebssysteme für Preise, die vor wenigen Jahren undenkbar waren.

Aber nicht jeder günstige Beamer hält, was die Amazon-Bewertungen versprechen. Zwischen echten Preis-Leistungs-Krachern und überteuertem Elektroschrott liegen Welten. Wir haben die relevantesten Modelle analysiert, Marketing-Versprechen entlarvt und sagen dir, welcher Beamer dein Geld wirklich wert ist.

Unsere Top-Empfehlungen auf einen Blick

  • Bester Beamer insgesamt: Magcubic HY310 – native 1080p, WiFi 6, Android 11, drehbarer Ständer für ca. 70–90 €
  • Bester Sound: Yaber L2s – 1080p mit JBL-Lautsprechern und Dolby Audio für ca. 95 € (Coupon-Deal)
  • Solider Allrounder aus dem Fachhandel: Strong Q1 HD – 720p mit WLAN und Bluetooth für ca. 72 €
  • Spartipp unter 40 €: Yoton Y3 – kompakter 720p-Beamer für ca. 32–40 €

Vergleichstabelle: Alle Beamer unter 100 Euro im Überblick

ModellPreisNative AuflösungANSI-LumenWiFi / BTSmart-TVLautsprecher
Magcubic HY310ca. 70–90 €1080p260WiFi 6 / BT 5.4Android 11Integriert (generisch)
Yaber L2sca. 95 €1080p300–400 (real)WiFi 6 / BT 5.1Proprietär/CastJBL 2x 8W, Dolby
Strong Q1 HDca. 72 €720p180WLAN / BTProprietär/AOSPStereo integriert
Yoton Y3ca. 32–40 €720p80–100NeinNeinIntegriert (rudimentär)
All Nead H300 Pro< 100 €720p200WiFi 6 / BT 5.0Android 11Integriert
Wowlink W210< 100 €720pUnbekanntWiFiProprietär (Netflix)Integriert
Philips NeoPix 100ca. 80–90 €480p80NeinNein6W RMS
Technaxx TX-113ca. 85–90 €480pca. 50NeinNein2x 2W Stereo

Wichtig: Die ANSI-Lumen-Werte in dieser Tabelle sind realistische Messwerte, nicht die aufgeblasenen „LED-Lumen“ aus dem Herstellermarketing.

Magcubic HY310 – Bester Beamer unter 100 Euro insgesamt

Der Magcubic HY310 liefert das Maximum an Technik, das du für unter 100 Euro bekommen kannst. Kein anderer Beamer in dieser Preisklasse packt so viele aktuelle Features in ein Gehäuse.

Technische Daten und Ausstattung

Das Herzstück ist ein natives 1080p-LCD-Panel mit 1920 x 1080 Pixeln. Der interne Bildprozessor nimmt externe 4K-Signale entgegen und rechnet sie per Downsampling auf Full HD herunter. Mit 260 ANSI-Lumen erreicht der HY310 einen Spitzenwert in seiner Preisklasse.

Das eigentliche Highlight ist die Gehäuseergonomie: Ein 180-Grad-rotierbarer Zylinderständer ermöglicht den nahtlosen Wechsel von Wand- auf Deckenprojektion. Zusammen mit dem hardwarebasierten Autofokus und der automatischen Trapezkorrektur stellst du den Beamer einfach hin – er erledigt den Rest.

Als Betriebssystem läuft Android 11 (bei Derivaten wie dem HY310X auch Android 13 oder 14). Du kannst Apps direkt installieren und brauchst keinen zusätzlichen Streaming-Stick. WiFi 6 und Bluetooth 5.4 sorgen für schnelle Verbindungen.

Stärken und Schwächen

Was gut ist: Native 1080p für unter 90 €, drehbarer Ständer für Deckenprojektion, Autofokus und Auto-Keystone, vollwertiges Android-System, WiFi 6 und Bluetooth 5.4. Tausende Käuferbewertungen aggregieren sich überwiegend bei 4 bis 5 Sternen.

Was nicht gut ist: Die internen Lautsprecher klingen dünn – eine externe Soundbar oder Bluetooth-Kopfhörer sind quasi Pflicht. Ohne Widevine-L1-Zertifizierung streamst du Netflix und Co. nur in 480p oder bekommst einen schwarzen Bildschirm. Lösung: Fire TV Stick oder Chromecast per HDMI anschließen (ca. 30–50 € extra).

Yaber L2s – Bester Sound dank JBL-Lautsprecher

Der Yaber L2s spielt eigentlich in einer höheren Liga. Durch aggressive Coupon-Strategien auf Amazon rutscht er aber regelmäßig unter die 100-Euro-Marke – etwa im Vorfeld großer Sportereignisse wie der Fußball-WM 2026.

Technische Daten und Ausstattung

Auch der L2s projiziert nativ in 1080p und bringt WiFi 6, Bluetooth 5.1 sowie einen automatischen Fokus mit. Der Hersteller gibt 700 ANSI-Lumen an, realistische Messungen bei Single-LCD-Geräten dieser Klasse liegen aber eher bei 300 bis 400 ANSI-Lumen.

Das echte Alleinstellungsmerkmal sitzt im Gehäuse: Zertifizierte JBL-Stereo-Lautsprecher (2x 8 Watt) mit nativer Dolby-Audio-Unterstützung. Das deklassiert jeden anderen Beamer in dieser Preisklasse klanglich. Dazu kommt eine für Budget-Beamer erstaunlich geringe Betriebslautstärke von 35 Dezibel.

Stärken und Schwächen

Was gut ist: JBL-Sound mit Dolby Audio hebt den L2s klar von der Konkurrenz ab. Leise 35 dB im Betrieb. Native 1080p-Auflösung und automatischer Fokus.

Was nicht gut ist: Der Preis unter 100 € gilt nur bei aktiven Coupon-Deals – regulär kostet der L2s deutlich mehr. Ob der Deal gerade läuft, musst du zum Kaufzeitpunkt prüfen. Auch hier fehlt Widevine L1 für HD-Streaming der großen Anbieter.

Strong Q1 HD – Solider Allrounder aus dem Fachhandel

Wer lieber bei MediaMarkt als bei einem unbekannten Amazon-Händler kauft, findet im Strong Q1 HD eine vernünftige Option für ca. 72 Euro.

Technische Daten und Ausstattung

Der Strong Q1 HD löst nativ in 720p auf und liefert 180 ANSI-Lumen. WLAN und Bluetooth sind an Bord, dazu ein proprietäres Smart-System. Im Vergleichstest der ComputerBild (02/2026) erreichte er einen „Hervorragend“-Score in der Preis-Leistungs-Metrik.

Stärken und Schwächen

Was gut ist: Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, kabellose Konnektivität, Verfügbarkeit im stationären Handel.

Was nicht gut ist: Nur 720p statt 1080p, deutlich weniger ANSI-Lumen als der Magcubic HY310. Für den gleichen Preis bekommst du auf Amazon technisch stärkere Geräte.

Yoton Y3 – Der Spartipp für unter 40 Euro

YouTube Video

Für knapp über 30 Euro bekommst du mit dem Yoton Y3 einen funktionierenden Beamer. Punkt. Mehr solltest du nicht erwarten – aber auch nicht weniger.

Technische Daten und Ausstattung

Der Yoton Y3 (Revision 2025) projiziert nativ in 720p und erreicht ca. 80 bis 100 ANSI-Lumen. Er ist ein reiner „Dumb-Projector“ ohne WLAN, Bluetooth oder Smart-Funktionen. Du brauchst zwingend eine externe Signalquelle per HDMI. Dafür ist er extrem kompakt und bietet einen 50-prozentigen digitalen Zoom.

Im Test der ComputerBild erreichte er einen Testsieger-Score von 78 („Empfehlenswert“).

Stärken und Schwächen

Was gut ist: Unschlagbarer Preis, kompaktes Format, taugt fürs Kinderzimmer oder als Einstieg zum Ausprobieren.

Was nicht gut ist: Kein WLAN, kein Bluetooth, kein Smart-System. Geringe Helligkeit von unter 100 ANSI-Lumen. Nur sinnvoll in komplett abgedunkelten Räumen.

All Nead H300 Pro – Budget-Alternative mit Android 11

Der All Nead H300 Pro bietet ein ähnliches Paket wie der Magcubic HY310, allerdings mit 720p statt 1080p.

Technische Daten und Ausstattung

Native 720p-Auflösung, 200 ANSI-Lumen, WiFi 6, Bluetooth 5.0 und ein vollwertiges Android 11 als Betriebssystem. Der Preis liegt unter 100 Euro auf Amazon.

Stärken und Schwächen

Was gut ist: Android 11, WiFi 6 und Bluetooth zu einem attraktiven Preis. 200 ANSI-Lumen sind solide für die Preisklasse.

Was nicht gut ist: 720p statt 1080p – für den gleichen oder geringeren Preis bietet der Magcubic HY310 die höhere Auflösung. Auch hier gilt das Widevine-L1-Problem.

Wovon wir abraten: Philips NeoPix 100, Technaxx TX-113 und TX-127

Nicht jede bekannte Marke liefert automatisch ein gutes Produkt. Die Einstiegsmodelle von Philips und Technaxx sind im Jahr 2026 technologisch überholt.

Philips NeoPix 100 (ca. 80–90 €): Lediglich 800 x 480 Pixel (480p) und 80 ANSI-Lumen. Kein WLAN, kein Bluetooth, kein Smart-System. Bei einer Projektionsgröße von 100 Zoll werden einzelne Pixel deutlich sichtbar – feiner Text ist praktisch unlesbar. Für den gleichen Preis bekommst du beim Magcubic HY310 native 1080p, WiFi 6 und Android.

Technaxx TX-113 (ca. 85–90 €): Ebenfalls nur 480p mit geschätzt 50 ANSI-Lumen. Der Hersteller bewirbt „1800 Lumen“, meint damit aber die rohe LED-Leistung vor der Filterung – ein gängiger Marketing-Trick. Keine Wireless-Funktionen.

Technaxx TX-127 (ca. 102 €): Zwar 720p, aber die aggregierten Käuferbewertungen zeichnen ein desaströses Bild. Häufig nur ein Stern. Nutzer berichten von schwarzen Strichen im Bild nach wenigen Wochen und totalem Bildausfall durch Flackern. Das sind typische Symptome für ein unterdimensioniertes thermisches Management, bei dem die LED-Hitze das LCD-Panel zerstört.

Bei diesen Modellen zahlst du eine Markenprämie für deutlich schlechtere Technik. Unser Rat: Finger weg.

So haben wir ausgewählt: Worauf es bei Beamern unter 100 Euro ankommt

Native Auflösung: 1080p, 720p oder 480p?

Die native Auflösung ist der wichtigste Faktor für die Bildqualität. Sie gibt an, wie viele Pixel das LCD-Panel physisch darstellen kann.

  • 1080p (1920 x 1080): Full HD – das Optimum unter 100 €. Scharfes Bild bis ca. 100 Zoll.
  • 720p (1280 x 720): HD-ready – akzeptabel für Filmabende, aber sichtbar weniger Detailschärfe.
  • 480p (800 x 480): Veraltet. Grobe Pixelrasterung, unlesbarer Text, störender Fliegengittereffekt.

Lass dich nicht von der Angabe „4K-Unterstützung“ täuschen. Das bedeutet nur, dass der Chip ein 4K-Signal empfangen und herunterrechnen kann. Projiziert wird trotzdem nur in der nativen Auflösung des Panels. Echtes 4K kostet mehrere tausend Euro.

ANSI-Lumen vs. Marketing-Lumen – Achtung Mogelpackung

Das größte Konfliktfeld beim Beamer-Kauf ist die Helligkeit. Viele Hersteller werben mit „8000 Lumen“ oder „15000 Lumen“. Diese Zahlen messen den Lichtausstoß direkt an der LED, bevor das Licht durch das LCD-Panel und die Linsen gefiltert wird. Dabei gehen bis zu 90 % der Lichtenergie verloren.

Die ehrliche Messgröße sind ANSI-Lumen. Sie messen das tatsächlich auf der Leinwand ankommende Licht. Zur Einordnung:

  • 260 ANSI-Lumen (Magcubic HY310): Ausreichend für komplett abgedunkelte Räume bis 100 Zoll Bilddiagonale.
  • 80–100 ANSI-Lumen (Yoton Y3): Nur in völliger Dunkelheit auf kleiner Fläche brauchbar.
  • Unter 500 ANSI-Lumen: Gegen Tageslicht chancenlos. Das Bild wirkt ausgewaschen und kontrastlos.

Für Tageslicht-Projektionen brauchst du Beamer mit über 500 bis 1000 ANSI-Lumen – die starten aber erst ab ca. 400 Euro.

Smart-TV, WiFi 6 und das Widevine-Problem

Viele Budget-Beamer laufen mit Android 11 oder neuer und versprechen ein Smart-TV-Erlebnis ohne zusätzliche Hardware. WiFi 6 und Bluetooth 5.0+ gehören mittlerweile selbst bei 70-Euro-Geräten zum Standard.

Der Haken: Fast allen günstigen Android-Beamern fehlt die Widevine-L1-Zertifizierung. Ohne dieses DRM-Zertifikat verweigern Netflix, Amazon Prime Video und Disney+ die HD-Wiedergabe. Du bekommst entweder nur 480p oder einen schwarzen Bildschirm. Auch Screen-Casting vom Smartphone zeigt bei diesen Apps nur schwarzes Bild mit Ton.

Die Lösung: Einen Amazon Fire TV Stick oder Chromecast per HDMI anschließen (ca. 30–50 € extra). Eine seltene Ausnahme ist der Wowlink W210, der mit einer nativ lizenzierten Netflix-Integration beworben wird.

Lautsprecher und Bluetooth-Audio

Die eingebauten Lautsprecher der meisten Budget-Beamer liefern dünnen, bassarmen Klang. Für gemütliche Filmabende reicht das kaum aus.

Die einzige echte Ausnahme ist der Yaber L2s mit seinen JBL-Lautsprechern und Dolby Audio. Bei allen anderen Modellen empfehlen wir, eine Bluetooth-Soundbar oder Kopfhörer per Bluetooth anzuschließen. Bluetooth 5.0 oder höher sorgt dabei für niedrige Latenz.

Dein Bild kann noch so gut sein – wenn der Ton blechern klingt, fühlt sich der Filmabend wie YouTube auf Handylautsprecher an. Für eine schnelle, günstige Aufwertung passt eine Soundbar unter 100 Euro oft besser als „irgendein Bluetooth-Speaker“, weil du damit Dialoge klarer und den Bass spürbarer bekommst, ohne am Setup zu verzweifeln.

Für wen lohnt sich ein Beamer unter 100 Euro – und für wen nicht?

Ideale Einsatzgebiete

Spontanes Heimkino im abgedunkelten Raum: Modelle wie der Magcubic HY310 oder Yaber L2s sind dank Autofokus und Auto-Keystone in Sekunden aufgestellt. Die geringe Helligkeit ist im komplett dunklen Schlafzimmer sogar ein Vorteil – sie ermüdet die Augen weniger als ein heller Fernseher.

Deckenprojektion im Schlafzimmer: Der drehbare Ständer des Magcubic HY310 hat diesen Trend massentauglich gemacht. Einfach auf den Nachttisch stellen, Bild an die Decke projizieren, fertig.

Casual Gaming: Der Input Lag von 30 bis 50 Millisekunden disqualifiziert diese Beamer zwar für kompetitive E-Sports. Für Story-Games auf der PlayStation, Nintendo Switch oder gemütliches Mario Kart reicht es aber absolut. Beachte: Zugeschaltete Trapezkorrektur erhöht die Latenz zusätzlich.

DIY, Handwerk und Nähen: Ein wachsender Nischenmarkt. Kompakte Beamer werden auf Stativen senkrecht nach unten gerichtet, um digitale Schnittmuster direkt auf Stoffe zu projizieren. Die 1080p-Auflösung ist hier extrem nützlich, während die mangelnde Farbtreue keine Rolle spielt.

Hier versagen günstige Beamer

Präsentationen und Bildungseinrichtungen: In semidunklen Räumen wird die Projektion quasi unsichtbar. Feine Texte verschwimmen zu den Rändern hin. Für PowerPoint und Excel brauchst du Büroprojektoren mit über 3000 ANSI-Lumen ab ca. 350 Euro.

Outdoor ohne Strom: Kein seriöser Beamer unter 100 Euro hat einen integrierten Akku. Auch USB-C Power Delivery wird in dieser Preisklasse nicht unterstützt – der Stromverbrauch von 50 bis 70 Watt ist dafür zu hoch. Der beworbene „Camping-Einsatz“ funktioniert nur mit 230V-Steckdose, also in Wohnmobilen oder auf erschlossenen Campingplätzen. Akku-Beamer mit guter Laufzeit (wie der XGIMI MoGo 4 Laser) kosten ab 400 Euro aufwärts.

Filmpuristen mit hohen Ansprüchen: Korrekte Hauttöne, perfekter Kontrast und homogene Schärfe bis in die Bildecken – das ist mit Single-LCD-Beamern unter 100 Euro physikalisch nicht möglich.

Lohnt sich der Aufpreis? Beamer zwischen 100 und 300 Euro

Gekapselte Optik gegen Staubprobleme

Der größte Feind billiger Beamer ist Staub. Die starken Lüfter saugen permanent Raumluft an. Da unter 100 Euro kaum effiziente Filter verbaut sind, setzen sich Staubpartikel direkt auf dem LCD-Panel ab. Diese werden dann millionenfach vergrößert als schwarze Flecken auf die Leinwand geworfen. Eine Reinigung erfordert das Aufschrauben des Geräts – bei billiger Verklebung oft der Todesstoß.

Beamer ab ca. 200 Euro (wie der Yaber Pro V9) setzen auf vollgekapselte optische Engines. Das Panel und die Linsen sitzen in einem luftdichten Gehäuse, die Kühlung läuft über externe Kühlkörper. Das erhöht die Lebensdauer drastisch.

Mehr Helligkeit und bessere Linsen

In der Klasse bis 250 Euro steigen die realen Helligkeitswerte auf 400 bis 600 ANSI-Lumen. Damit funktioniert der Beamer auch bei Dämmerung oder in leicht beleuchteten Räumen. Außerdem ersetzen echte Glaslinsen die billigen Kunststofflinsen. Das verhindert thermischen Fokus-Drift – also das Phänomen, dass das Bild unscharf wird, sobald die Lampe aufheizt – und sorgt für gleichmäßige Schärfe bis in die Bildecken.

Wer zusätzlich einen integrierten Akku und Widevine-L1-Zertifizierung (Netflix in HD) braucht, landet bei Geräten wie dem Samsung The Freestyle 2nd Gen (ab ca. 389 €) oder dem XGIMI MoGo 3 (ab ca. 410 €).

FAQ

Kann ich mit einem Beamer unter 100 Euro Netflix in HD schauen? In der Regel nicht direkt über das eingebaute Android-System. Den meisten Budget-Beamern fehlt die Widevine-L1-Zertifizierung, weshalb Netflix, Amazon Prime und Disney+ nur in 480p streamen oder komplett blocken. Schließe stattdessen einen Amazon Fire TV Stick oder Chromecast per HDMI an. Einzige bekannte Ausnahme: der Wowlink W210 mit nativer Netflix-Lizenz.

Was bedeuten „8000 Lumen“ auf der Verpackung? Diese Angaben messen den Lichtausstoß direkt an der LED, bevor das Licht durch Panel und Linsen gefiltert wird. Die ehrliche Einheit sind ANSI-Lumen, die das tatsächlich auf der Leinwand ankommende Licht messen. Ein Beamer mit „8000 LED-Lumen“ erreicht in der Realität oft nur 100 bis 260 ANSI-Lumen.

Brauche ich zwingend einen komplett dunklen Raum? Ja. Unter 300 ANSI-Lumen sind Budget-Beamer ausschließlich für stark abgedunkelte Räume geeignet. Schon Restlicht von Straßenlaternen kann das Bild sichtbar verwaschen.

Taugen diese Beamer für Gaming? Für Casual Gaming ja. Der Input Lag von 30 bis 50 Millisekunden ist für Story-Games, Nintendo Switch oder Simulationen kein Problem. Für kompetitive Shooter oder E-Sports sind die Beamer zu langsam.

Haben Beamer unter 100 Euro einen Akku? Nein. Kein seriöser Beamer in dieser Preisklasse bietet einen integrierten Akku. Die Stromaufnahme von 50 bis 70 Watt erfordert eine 230V-Steckdose. Akkubetriebene Beamer starten bei ca. 400 Euro.

Magcubic HY310 oder Yaber L2s – welcher ist besser? Beide bieten native 1080p. Der Magcubic HY310 ist die konstantere Wahl, weil er dauerhaft unter 100 Euro kostet und mit drehbarem Ständer, Autofokus und Android 11 ein Komplettpaket bietet. Der Yaber L2s ist klanglich dank JBL-Lautsprechern und Dolby Audio überlegen, kostet aber nur bei aktiven Coupon-Deals unter 100 Euro.

Kann ich damit Schnittmuster projizieren (Nähen/DIY)? Ja, das funktioniert sogar sehr gut. Stelle einen Beamer wie den Magcubic HY310 auf einem Stativ senkrecht nach unten gerichtet auf und projiziere digitale Schnittmuster direkt auf den Stoff. Die 1080p-Auflösung liefert hier genügend Detailschärfe.

Warum sind Philips- und Technaxx-Beamer so viel schlechter? Diese Marken müssen die Margen des stationären Handels finanzieren – Lagerhaltung, Ausstellungsfläche, Retailer-Marge. Um trotzdem unter 100 Euro zu landen, verbauen sie stark veraltete Hardware mit nur 480p-Auflösung und minimaler Helligkeit. Du zahlst hier eine Markenprämie für objektiv schlechtere Technik.


Quellen und weitere Infos: